Lyriktheorie

Versgrenzen – Versanfang

Versgrenze – Versanfang

Die erste Versgrenze mit der ich mich beschäftigen möchte ist der Versanfang.

Der Versanfang kann mit einer Senkung oder einer Hebung einsetzen. Je nachdem entscheidet es sich, um welches Versmaß (Jambus oder Trochäus) es sich handelt.

Ein anderer Versanfang kann der Daktylus, also der dreisilbige Vers ohne Auftakt, sein.

Ebenso können unmetrische Verse diese Versgrenze markieren. Dann haben wir es mit einem Knittelvers oder mit freier Rhythmik zu tun.

Eine letzte Möglichkeit ist die Akzentverschiebung (versetzte Betontung oder Synkope), welche durch besonders herausragende Wörter bewirkt wird.

Diese können vom jambischen Versschema abweichen.

Die Wasserbibliothek

Bei der Wasserbibliothek ist die Versgrenze mit einer Senkung einsetzend, wir haben einen Jambus:

Es ging ein Mann entlang den Weg          xXxXxXxX

Die letzten Strophe beginnt mit einer Hebung, wir haben einen Trochäus:

Liegen kann er auch vermieten               XxXxXxXx

 

Quelle: Hönig, Christoph: Neue Versschule. Paderborn, W.Fing. 2008, S.15-16.

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